Neu im Bücherregal: «Unterwegs» von Jack Kerouac
Intensität, Höchstmass an innerer und äusserer Bewegung war das Zauberwort der beat generation, ständig «unterwegs» auf der Suche nach einer von Tempo, Jazz, Marihuana, Sex und Freiheit berauschten Existenz, auf endloser Entdeckungsreise durch ein Amerika, für dessen Schönheit ihnen die Verachtung des Nützlichkeitsdenkens ihrer Zeitgenossen die Augen geöffnet hatte. Ihr Schrei nach dem Leben, ihr Jubel über das Leben, ihr Hymnus auf das Leben, zu dessen Höhepunkten jene erlesene, rauchgeschwängerte, blassgraue Morgenstunde zählte, in der sich die Bruderschaft der Combo-Jünger von San Francisco zu einer ganz privaten Jam-Session für die Eingeweihten zusammenfand: das ist der Inhalt dieser «Rhapsodie in Blue jeans», in deren «spontaner» Prosa eine amerikanisch modifizierte Romantik, eine neue Ethik der Freundschaft und Solidarität ihre adäquate Form gefunden hat.
Jack Kerouac wurde am 13. März 1922 in Lowell / Massachusetts geboren. Nachdem er kurze Zeit die Columbia University besucht hatte, diente er während des Zweiten Weltkrieges in der Handelsmarine. Später trampte er jahrelang als Gelegenheitsarbeiter kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten und Mexiko. Jack Kerouac starb am 21. Oktober 1969 in St. Petersburg / Florida.
Jack Kerouac: Unterwegs. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbeck bei Hamburg 2010. 380 S., ca. 17 Fr.
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