Glücks-Junkies können aus jeder Gesellschaftsschicht stammen und haben jede mögliche Grösse und Gestalt. Sie lassen sich nicht unbedingt durch Nadeleinstiche an den Armen, Beinen oder Füssen identifizieren; sie brauchen nicht täglich einen Schuss zu setzen oder Drogen zu schnupfen. Manche Menschen sind 18-30-Glücks-Junkies. Jeden Freitag- und Samstagabend machen sie sich in ihr jeweiliges Stadtzentrum auf, um sich zu betrinken und/oder sich vollzudröhnen oder um sich, wenn das nicht klappt (und vielleicht sogar, wenn es klappt), an einer Schlägerei zu beteiligen. Ein- oder zweimal im Jahr reisen sie nach Ibiza, Korfu, Kreta, Cancun oder an einen sonstigen angesagten Ort und tun genau das Gleiche, nur ein bisschen intensiver. Das ist es, was sie unter Glück verstehen. Glück ist Vergnügen, und um nichts anderes geht es.
— Mark Rowlands in Der Philosoph und der Wolf