Monsieur Croche

30. Juni 2010

2 Comments

Reisenotizen aus Paris

Aufgrund akuter Höhenangst war bereits auf der ersten Plattform schluss

Paris. Stadt der Liebe, Inhalt naiver Schriftstellerträume und Zeugin vergangener Grösse. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch ich diese Stadt einmal besuchen werde. Vor Kurzem war es schliesslich soweit; zusammen mit meiner Freundin verbrachte ich einige sorglose Tage in Paris und liess die Stadt auf mich wirken.

Nun, was soll ich sagen. Jegliche Versuche die Essenz dieser Stadt in Worte fassen zu können, würden an meinem Unvermögen scheitern. Diese Stadt ist zu vielschichtig, um sie begreifen zu können oder zumindest um sie in vier Tagen begreifen zu können. Besonders dann, wenn man sich ausschliesslich auf die bekanntesten Bauwerke, Plätze und Monumente konzentriert hat.

Auf der ersten Plattform des Eiffelturms

Dennoch möchte ich den Versuch nicht ungewagt lassen, hier einige Eindrücke und Ratschläge auszubreiten. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man diese Stadt schlichtweg als überwältigend beschreibt. Wer einmal im Panthéon gestanden hat und diesen gewaltigen Raum auf sich wirken hat lassen, weiss wovon ich spreche. Der Louvre oder der Eiffelturm sind weitere Beispiele für die weitläufige und (je nach Sichtweise des Betrachters) verschwenderische Architektur, wie man sie im Zentrum Paris überall antrifft. Manifestationen von Potenz und Grösse einer ehemaligen Kolonialmacht.

Unser Hotel, das Henri IV

Was an der Pariser Bevölkerung auffällt ist ihr Sinn für das savoir-vivre. Zum Essen gehört ein guter Rotwein oder ein Pastis. Binge-Drinking kennt man in Paris nicht. Allgemein gesprochen liegen zwischen London und Paris Welten. Wobei Paris eine Welt widerspiegelt, die mir sehr gut entspricht.

Unsere Unterkunft fanden wir im Hotel Henri IV. Das Henri IV ist ein gemütliches Dreisternehotel in unmittelbarer Nähe der Notre-Dame de Paris.

Shakespeare's Library in der Nähe unseres Hotels

Eine Nacht im Doppelbettzimmer kostet 185 Euro exklusive 12 Euro für das Frühstück. Den (für Studenten) etwas gehobenen Preis gleicht das Hotel jedoch wieder durch seine vorzügliche Lage aus. Praktisch im Zentrum der Stadt gelegen erreicht man sogar zu Fuss jede erdenkliche Sehenswürdigkeit ohne weitere Probleme.

Einige Läden in einem Strässchen Montmartres

Ich möchte und kann wohl auch gar nicht mehr viele Worte über Paris verlieren. Deshalb schliesse ich mit drei kurzen Empfehlungen diesen kurzen Reisebericht. Buchliebhabern sei «Shakespeare and Company» ans Herz gelegt. Die schnucklige Bücherei befindet sich in unmittelbarer Nähe des Henri IV. Die Auswahl an ausschliesslich Englischsprachigen Büchern ist riesig und lädt zum stundenlangen Verweilen ein!

Wer ein Liebhaber guter Küche ist, ist in Paris so oder so an der richtigen Adresse. Besonders gut isst man jedoch im Restaurant «Pré aux Clercs», welches nur einige Strassen vom weltberühmten «Café de Flore» entfernt ist.

Und wer’s schliesslich gerne ein wenig kreativ hat, der sollte unbedingt Montmartre mit seinen zahlreichen Künstlerateliers und Musikern besuchen.

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2 Responses to Reisenotizen aus Paris

  1. Der Bebilderer says:

    … auf den Spuren des Claude Debussy?

  2. Monsieur Croche says:

    Eher auf den Spuren Hemingway oder Sartres. Zumindest haben wir deren Stammcafés besucht. Mit Musik kenne ich mich leider zu wenig aus. Von Debussy ist mir – ich wage es kaum zu sagen – lediglich «Clair de Lune» bekannt.

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