Monsieur Croche

13. Juli 2010

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Ich lebe Zürich nicht

Die naiven Vorstellungen, mit denen ich Zürich noch vor einigen Monaten in Verbindung brachte, sind mittlerweile überholt. Sie sind stattdessen der Gewissheit gewichen, dass Zürich mich überfordert. Diese Stadt bietet zwar vieles an, aber man muss es sich jeweils auch selbst holen. Sie bringt einem nichts entgegen. Einem wie mir, der es gewohnt ist, die Dinge auf sich zukommen zu lassen und langsam mit ihnen Bekanntschaft zu schliessen, bleibt sie fremd und unbekömmlich. Hier reiht sich Haus an Haus, Geschäft an Geschäft, Lokal an Lokal. Die dahinterstehenden Geschichten bleiben einem verborgen. Zürich, heisst es, sei landesweit, ja sogar international für sein kulturelles Angebot bekannt. Nur sehe ich hiervon wenig. Ich lebe in einer Parallelwelt der kulturellen Einöde, der zersetzenden Anonymität und des geistigen Wachkomazustands. Nein, einer der Zürich lebt, sieht definitiv anders aus. Der Grund liegt darin, dass ich mich schlicht und einfach mit den Möglichkeiten dieser Stadt nicht auseinandersetze. Nicht auseinandersetzen kann. Denn die schiere Auswahl überfordert mich. Ich bin wie einer, der im Kaufhaus hilflos vor einem übergrossen Regal steht und sich ob der grossen Markenvielfalt nicht entscheiden kann. Für die geborenen Entdecker mag diese Stadt ein El-Dorado sein. Für einen Siedler wie mich ist sie manchertags nichts Weiter als der real gewordene Albtraum.

Letztlich sind es Sachzwänge, die mich an diese Stadt binden. Namentlich die Nähe zur Universität und die schon seit Längerem stattfindende Verlagerung des Freundeskreises in die Stadt hin. Das oft gerühmte Nachtleben kann mir indes weigehend gestohlen bleiben. Es entbehrt wohl nicht einer gewissen Ironie, dass ich mich nun, nach einigen Monaten Zürich, wieder nach Wald sehne. Wegen den bereits genannten Sachzwängen dürfte eine Rückkehr mittelfristig wohl eher nicht in Frage kommen. Ein kleiner Trost aber bleibt trotzdem; mein Geld verdiene ich noch immer in Wald und so bin ich dann doch mehrmals in der Woche dort anzutreffen und kann Energie tanken, ohne die ich dieses grässliche, immerzu hektische Stadtleben wohl nicht ertragen könnte.

7. Juli 2010

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Schutz vor Elektrosmog und Mobilfunkstrahlung

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Wir haben uns längst daran gewöhnt, über das Handy immer und überall erreichbar zu sein und bequem im Café unserer Wahl mit dem Laptop durchs weltweite Netz zu surfen. All dies wird durch die Datenübertragung per Funk ermöglicht. Dabei stellen wir uns kaum die Frage, ob denn diese Übertragung per Funk schädlich sein könnte. RTL ging dieser Frage nach und stiess auf schockierende Ergebnisse. Film ab!

RTL zeigt in seinem Beitrag über Handystrahlung welche Auswirkungen die tägliche Strahlenbelastung für den Menschen haben kann. Bei Recherchen wurde RTL-Reporter Thorsten Sleegers auf die Firma memon Umwelttechnologie in Rosenheim  aufmerksam, die mit Ihrer Technologie den negativen Informationsgehalt in der Strahlung neutralisiert.

Um sich selbst ein Bild von den Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung auf den menschlichen Organismus zu machen, unterzog sich Sleegers in einem spezialisierten Heilzentrum einem Bluttest. Im Rahmen eines Experiments telefonierte er einmal ohne und einmal mit dem Telefon-Transformer der Firma memon. Nach je zehn Minuten wurden die Blutwerte untersucht und miteinander verglichen.

Thorsten Sleegers war geschockt von dem Ergebnis des Versuches ohne Telefon-Transformer. Obschon seit Jahren behauptet wird, dass Mobilfunkstrahlung keine Auswirkungen auf den Menschen hätte, waren Sleegers Blutwerte von bemerkenswert schlechter Qualität. Als er das Ergebnis des Testes mit Transformer sah, war er überrascht von dem unterschiedlichen Ausgang und den überaus guten Blutwerten mit dem Telefon-Transformer. Das Resultat des Versuchs überzeugte ihn von der Wirkung der Rosenheimer Technologie.

Mit dem memon Telefon-Transformer können die negativen Begleiterscheinungen der Telefon- und Handystrahlung positiv verändert werden, ohne den SAR- Wert und damit die Empfangsqualität zu beeinträchtigen. Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gereiztheit oder Schwindelgefühle, die durch Handys oder Schnurlostelefone hervorgerufen werden, können dank diesem kleinen Chip gelindert werden.

Der äusserst preiswerte Chip kann für nur 99,51 € im Onlineshop der Firma memon bezogen werden. Danach nur noch ins Handy einbauen und fertig ist das Biohandy!

Vorteile des Produktes:

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Zitiert #3

… mein Freund Lemm also hat mir einmal gesagt, wenn man sich über einen Mitmenschen ohne ersichtlichen Anlass, ja ohne Konfliktstoff dermassen aufrege, dass man sich unausgesetzt mit ihm befassen müsse, scheinbar grundlos auseinandersetze, zwanghaft, ohne von ihm freizukommen, so dass man ihn in Gedanken und Selbstgesprächen verfolge, obwohl er einen kaltlassen könnte, beschimpfe, verfluche, sagte Lemm, deute darauf, dass man sich über eine eigene Schwäche errege, eine Schwäche, die man nicht wahrhaben, also wohl vor sich selber verbergen möchte; der andere wäre bloss die Sichtbarmachung, Plakatierung dieser eigenen Schwäche, ein wandernder Selbstvorwurf

— Aus «Das Jahr der Liebe» von Paul Nizon

4. Juli 2010

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Monsieur Croche versucht lustig zu sein

Und das geht dann jeweils ziemlich in die Hose, weil es niemand lustig findet. Aber ist ja egal. Dann tu’ ich es eben zu meiner eigenen Belustigung:

Weshalb Zidane wirklich ausgerastet ist

Das Spiel ManU gegen Chelsea musste wegen Wespenangriffen abgebrochen werden

Immer dieser heimtückische Mario!

 via no escaping gravity 

2. Juli 2010

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Weshalb ich nicht mehr über Politik blogge

Wer mich als Blogger schon länger kennt, mag sich vielleicht noch an meine wilde Zeit erinnern, als ich wortgewaltig diese und jene Zustände in Politik und Gesellschaft verurteilt habe. Je länger ich studierte, desto klarer wurde mir jedoch, dass die Dinge selten so einfach sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Viele Handlungen von Politikern sind von Sachzwängen und Kalkül getrieben und häufig gibt es indes gar keinen eigentlichen Schuldigen den man für den Ausgang einer Entwicklung verantwortlich machen könnte. Es sind vielmehr Strömungen und Tendenzen, die in einem grösseren Kontext stehen und ausserhalb der Kontrollmöglichkeiten der Politik stehen. Diese zu erkennen ist für einen Laien, wie ich es zugegebenermassen bin, praktisch unmöglich. Mein Wissen beziehe ich ausschliesslich aus Zeitungen und Wochenschriften und wenn ich hierüber schreiben bzw. bloggen würde, so wäre es letztlich nichts Anderes als das Wiederkäuen eh schon bekannter Tatsachen, nur wäre es ein Wiederkäuen auf weitaus tieferem Niveau.

Als einfacher Bürger sieht man häufig nur die Spitze des Eisbergs bzw. man sieht nur die Symptome einer Entwicklung. Man versteht nicht deren genaue Ursache (Nur schon der Versuch, die aktuelle Wirtschaftskrise zu erklären, ist ein Ding der Unmöglichkeit). Man hat auch gar keine Zeit, die Ursachen zu erforschen. Wie auch? Man studiert, man arbeitet, man pflegt Freundschaften. Und so würde man letztlich halbwissend über Politik bloggen und sich damit gleichsam der Lächerlichkeit preisgeben, da man eben doch nur ein weiterer Depp ist, der sich in den Kanon des weissen Rauschens der Netzcommunity einzustimmen versucht.

Deshalb lasse ich’s. So lange, bis ich mehr verstehe und die Dinge aus einer kritischen Distanz betrachten kann. Alles Andere wäre falsch.

30. Juni 2010

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Reisenotizen aus Paris

Aufgrund akuter Höhenangst war bereits auf der ersten Plattform schluss

Paris. Stadt der Liebe, Inhalt naiver Schriftstellerträume und Zeugin vergangener Grösse. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch ich diese Stadt einmal besuchen werde. Vor Kurzem war es schliesslich soweit; zusammen mit meiner Freundin verbrachte ich einige sorglose Tage in Paris und liess die Stadt auf mich wirken.

Nun, was soll ich sagen. Jegliche Versuche die Essenz dieser Stadt in Worte fassen zu können, würden an meinem Unvermögen scheitern. Diese Stadt ist zu vielschichtig, um sie begreifen zu können oder zumindest um sie in vier Tagen begreifen zu können. Besonders dann, wenn man sich ausschliesslich auf die bekanntesten Bauwerke, Plätze und Monumente konzentriert hat.

Auf der ersten Plattform des Eiffelturms

Dennoch möchte ich den Versuch nicht ungewagt lassen, hier einige Eindrücke und Ratschläge auszubreiten. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man diese Stadt schlichtweg als überwältigend beschreibt. Wer einmal im Panthéon gestanden hat und diesen gewaltigen Raum auf sich wirken hat lassen, weiss wovon ich spreche. Der Louvre oder der Eiffelturm sind weitere Beispiele für die weitläufige und (je nach Sichtweise des Betrachters) verschwenderische Architektur, wie man sie im Zentrum Paris überall antrifft. Manifestationen von Potenz und Grösse einer ehemaligen Kolonialmacht.

Unser Hotel, das Henri IV

Was an der Pariser Bevölkerung auffällt ist ihr Sinn für das savoir-vivre. Zum Essen gehört ein guter Rotwein oder ein Pastis. Binge-Drinking kennt man in Paris nicht. Allgemein gesprochen liegen zwischen London und Paris Welten. Wobei Paris eine Welt widerspiegelt, die mir sehr gut entspricht.

Unsere Unterkunft fanden wir im Hotel Henri IV. Das Henri IV ist ein gemütliches Dreisternehotel in unmittelbarer Nähe der Notre-Dame de Paris.

Shakespeare's Library in der Nähe unseres Hotels

Eine Nacht im Doppelbettzimmer kostet 185 Euro exklusive 12 Euro für das Frühstück. Den (für Studenten) etwas gehobenen Preis gleicht das Hotel jedoch wieder durch seine vorzügliche Lage aus. Praktisch im Zentrum der Stadt gelegen erreicht man sogar zu Fuss jede erdenkliche Sehenswürdigkeit ohne weitere Probleme.

Einige Läden in einem Strässchen Montmartres

Ich möchte und kann wohl auch gar nicht mehr viele Worte über Paris verlieren. Deshalb schliesse ich mit drei kurzen Empfehlungen diesen kurzen Reisebericht. Buchliebhabern sei «Shakespeare and Company» ans Herz gelegt. Die schnucklige Bücherei befindet sich in unmittelbarer Nähe des Henri IV. Die Auswahl an ausschliesslich Englischsprachigen Büchern ist riesig und lädt zum stundenlangen Verweilen ein!

Wer ein Liebhaber guter Küche ist, ist in Paris so oder so an der richtigen Adresse. Besonders gut isst man jedoch im Restaurant «Pré aux Clercs», welches nur einige Strassen vom weltberühmten «Café de Flore» entfernt ist.

Und wer’s schliesslich gerne ein wenig kreativ hat, der sollte unbedingt Montmartre mit seinen zahlreichen Künstlerateliers und Musikern besuchen.