Monsieur Croche

Aus dem Leben eines studierenden Taugenichts

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Das Hotel Calipso in Lugano: Ein unkompliziertes Hotel für unkomplizierte Reisende

Vor Kurzem verreiste ich für zwei Nächte nach Lugano, um dort an meinem Nebenprojekt zu arbeiten, welches nun langsam mehr und mehr Form annimmt und schon bald abgeschlossen sein wird. Da ich immer noch Student bin und mir nicht wesentlich mehr Geld zur Verfügung steht, suchte ich nach einer günstigen Absteige, die aber doch noch ein wenig Komfort bietet und einigermassen sauber ist. Nun, ich denke wer ein Hotel nach diesen Kriterien sucht, ist mit dem Hotel Calipso im Ortsteil Paradiso nicht schlecht beraten.

Mein Zimmer im Hotel Calipso

Das Zimmer habe ich über die Webseite des Hotels reserviert. Der Webauftritt hätte zwar dringend eine Überholung notwendig, aber immerhin funktioniert sie grösstenteils. Zumindest die Reservierung/Bezahlung per Paypal funktionierte einwandfrei. Für insgesamt 176.- buchte ich zwei Nächte inkl. Frühstück (88.- pro Nacht. Adam Riese und so). Das ist, wie ich meine, für Schweizer Verhältnisse ganz günstig.

An das Hotel selbst darf man allerdings keine grossartigen Erwartungen stellen. Ein sechsstöckiger Betonkasten, der vermutlich in den späten Sechzigern oder den beginnenden Siebzigern errichtet worden ist. Der Verputz bröckelt, der Lift ist alt und schäbig, genau so wie die Teppichböden. Wenn man es so sehen will, ist das Hotel ein Zeitzeuge des Abstiegs der Tourismusregion Tessin. Aber trotz allem: Es reicht vollkommen. Die Hotelzimmer sind hübsch eingerichtet und gründlich geputzt. Zudem besitzt das Hotel gar noch einen Swimmingpool und eine Sauna. Das Frühstück ist zweckmässig; Brot, Butter und Konfitüre, ein wenig Fleisch, ein wenig Käse, Kaffee und Milch. Mehr braucht man nicht.

Jedoch, und da komme ich nicht darum herum es zu erwähnen; es gibt dann doch noch einige Dinge, die mir negativ in Erinnerung bleiben werden. Eigentlich ist es vor allem eine Sache – die Matratze! Die billigen Federkernmatratzen sind ein Horror! Jeden Morgen wachte ich mit verspanntem Nacken und Kopfschmerzen auf, denn auf diesen elastisch federnden Matratzen war es kaum möglich, eine angenehme Schlafposition zu finden. Zudem waren die Kissen steif und viel zu klein. Ich war auf jeden Fall froh, nach zwei Nächten wieder auf meiner eigenen Matratze schlafen zu können. Das mag einerseits kein gutes Zeichen für das Hotel sein. Andererseits mag es auch heissen, dass ich einfach zu heikel und zu verwöhnt bin.

Für den Reisenden, der aufs’ Geld achten muss, würde ich dieses Hotel aber auf jeden Fall empfehlen. Dem etwas verwöhnteren und etwas heikleren Touristen würde ich jedoch von einem Aufenthalt in diesem Hotel abraten.

Vorteile

  • Guter Preis
  • Saubere Hotelzimmer
  • Nett eingerichtete Hotelzimmer
  • Zufriedenstellendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Swimming Pool & Sauna

Nachteile

  • Unbequeme Matratzen/Kissen!!
  • Hotel generell etwas schäbig und heruntergekommen

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Neu im Bücherregal: Robert Skidelsky – Die Rückkehr des Meisters

Wie ein entfesselter Kapitalismus das weltweite Wirtschaftssystem beschädigen, wenn nicht gar ruinieren kann, war gerade zu besichtigen. Aber gibt es zu diesem System überhaupt Alternativen, und wie sehen sie aus?

John Maynard Keynes (1883-1946), der intelligenteste und einflussreichste Wirtschaftstheoretiker aller Zeiten, hat schon vor einem halben Jahrhundert darüber nachgedacht, und seine Analysen sind heute aktueller denn je. Sein berühmter Ausspruch: «Auf lange Sicht sind wir alle tot» kritisierte realitätsferne ökonomische Modelle, die unser Denken bestimmen und zu verheerendem Handeln führen. Keynes’ eigene Wirtschaftstheorie dagegen war nie ganz tot, selbst in Zeiten blinder Marktgläubigkeit blieben seine Ideen präsent. Denn die Grundgedanken seiner «Allgemeinen Theorie» zielen auf den Kern allen Wirtschaftens: «Niemand kennt die Zukunft». Auf diese Prämisse gründet Keynes’ Überzeugung von der «fundamentalen Unsicherheit» der globalen Finanzmärkte, die mit mathematischen Formeln nicht ausgehebelt werden kann. Wirtschaftskrisen sind nicht die grosse Ausnahme, sondern Teil der Marktwirtschaft. Wenn man den Markt aber sich selbst überlässt, können sie lange anhalten. Deswegen muss der Staat eingreifen. Vor allem aber ist Wirtschaft kein Selbstzweck. Sie hat, so Keynes, dem Menschen, dem guten Leben zu dienen.

Robert Skidelsky: Die Rückkehr des Meisters – Keynes für das 21. Jahrhundert. Kunstmann, München 2010. 304 S., ca. 32 Fr.
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Dieses Blog erhält ein Lifting

Wenn sich eine Marke ihre beste Zeit gesehen hat, verpasst man ihr häufig im Rahmen eines brand refreshments ein neues Äusseres. Auch dieses Blog erhält ein Lifting, obschon es bisher noch gar nie gute Zeiten gesehen hat (jaja man kennt hier auf diesem Blog sogar so etwas wie Selbstironie). Das Life-Collage-Theme in Kombination mit dem Hybrid-Theme und einem individuellen Porno-Nutten-Sex-Splash-Screen ist schon eine tolle Sache.  

Nun aber genug der technischen Details. Eigentlich wollte ich etwas Anderes loswerden, denn in letzter Zeit veröffentlichte ich hier nicht all zu viel. Dies liegt nicht daran, dass mir die Lust am Schreiben vergangen wäre; eigentlich ist sogar das Gegenteil der Fall. Kurzum ist’s so, dass ein Projekt viel Zeit und Energie in Anspruch nimmt. In etwas mehr als zwei Wochen werde ich dieses wohl zu ende gebracht haben und wieder mehr Zeit für dieses Blog hier finden.

Auf bald!

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