Monsieur Croche

4. Januar 2012

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Neue Bücher!!

Zu Weihnachten habe ich mich selbst mit einigen neuen Büchern beschenkt, denn schon bald habe ich wieder viel Zeit zum Lesen :) Ich selbst freue mich immer, wenn ich Titel von Büchern finde, die ich bisher noch nicht gekannt habe. Deshalb poste ich hier einfach mal kurz rein, was bei mir so neu im Büchergestell rumsteht; vielleicht ist ja für den einen oder andern von euch was mit dabei.

Der Weg nach Mekka

Von Muhammad Asad

Muhammad Asad ist einer der bedeutendsten muslimischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Sein Weg führte ihn aus der Welt seiner jüdischen Familie und aus Europa in die muslimische Welt nach Arabien. Lebendig und spannend schildert Asad seine Bekehrung in Berlin, seine abenteuerlichen Wüstenerfahrungen in Arabien, die Verstrickung in die politischen Verhältnisse der Zeit und die Beteiligung am Freiheitsstreben der islamischen Länder. Beeindruckend sind die Intensität seiner Darstellung, die Echtheit seiner Überzeugungen und die Authentizität seiner Erfahrungen. Entsprechend überwältigend ist die Resonanz auf dieses Werk in der gesamten Welt bis heute. Wahrscheinlich gibt es kein Buch – außer dem Koran selbst -, das den Islam in ähnlicher Weise Millionen von Menschen nahe gebracht hat.

Der Philosoph und der Wolf

Von Mark Rowlands

Als Mark Rowlands die Anzeige “Wolfswelpen zu verkaufen” sah, zögerte er keinen Moment. Zwei Stunden später nahm er den kleinen Wolf Brenin mit nach Hause. Eine faszinierende Freundschaft begann. Das Zusammenleben mit dem Wolf brachte Rowlands dazu, seine Haltung zu den fundamentalsten Fragen der menschlichen Existenz zu überdenken: Liebe, Freundschaft, Tod, Natur und Zivilisation bekamen eine völlig neue Bedeutung. Dieses Buch erzählt von der intensiven Beziehung zwischen dem menschenscheuen Philosophieprofessor und seinem wilden Begleiter. Worin unterscheidet sich die Welt der Tiere und die der Menschen wirklich? Vor allem aber: Was können wir von einem Wolf über das Leben lernen?

101 Geschichte von Nasreddin Hodscha

Von Jürgen Bosbach

Er ist der orientalische Till Eulenspiegel. Prediger, Gauner, Richter, Lehrer und Clown in einer Person. Er ist gierig auf Süßigkeiten, stur wie ein Esel, frech wie Eulenspiegel und manchmal so dumm wie die Schildbürger. Und dennoch verblüfft er mit weisen Urteilen und hintergründigem Humor. Die einhundertundeine Geschichte des Nasreddin Hodscha sind allesamt ein wenig skurril, doch voller Klugheit und für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen unterhaltsam. Nasreddin Hodscha ist der zentrale (Anti-)Held zahlreicher Anekdoten im islamischen Raum. Hinter seinem kuriosen Schabernack verbirgt sich eine feinsinnige Lebensphilosophie, die dem Leser zugleich ein Tor zum orientalischen Humor öffnet. Das vorliegende Büchlein ist eine Sammlung seiner schönsten Schwänke, die behutsam in eine zeitgemäße Sprache gebracht wurden.

Grosse Erwartungen

Von Charles Dickens

Dem Waisenjungen Pip werden »große Erwartungen« eröffnet: Ein unbekannter Gönner will ihn fördern. In London vergißt er sein einfaches Dorfleben und genießt ein verschwenderisches Dasein. Durch das Auftauchen seines Wohltäters gerät er in eine lebensgefährliche Lage. »Es gibt 100 000 Bücher, die schön sind; 10 000, die sehr schön sind; 1 000, die noch viel schöner sind als alle die anderen. Und es gibt 100 Bücher, die den lieben Gott zum Weinen bringen: Eines davon ist Charles Dickens’ Große Erwartungen.« Die Rheinpfalz

Die Identität

Von Milan Kundera

Was macht unsere Persönlichkeit aus? Wann spielen wir welche Rolle und gibt es die magischen Augenblicke, in denen sich unsere Identität entwickelt? Diesen Fragen geht Milan Kundera in seinem neuen Roman nach.

Chantal, zum zweiten Mal verheiratet, hat in ihrer ersten Ehe ihren Sohn verloren und sucht jetzt bei Jean-Marc Rückhalt. Eines Tages stellt sie erstaunt fest, daß die Männer auf der Straße aufgehört haben, ihr hinterherzusehen. Da fängt sie an, über das drohende Alter nachzugrübeln. Jean-Marc möchte ihr über ihre Depression hinweghelfen und schickt ihr einen anonymen Brief. Doch die Geschichte entwickelt sich völlig anders, als er es erwartet hatte. Chantal hält den Brief geheim und beide beginnen, sich gegenseitig zu belauern.

Freibeuterschriften

Von Paolo Pasolini

Pasolinis berühmte Streitschriften sind ein Wendepunkt in der Diksussion über den ‘Fortschritt’. Sie widersprechen radikal dem common sense einer Massenkultur, die das Besondere einebnet, das Alte zerstört und die Unterschiede nivelliert.

Der Koran: Eine Einführung

Von Hartmut Bobzin

Hartmut Bobzins Einführung bringt den Koran, die heilige Schrift der Muslime, auch für Nicht-Muslime zum Sprechen. Der Autor erläutert die Entwicklung, den Aufbau sowie die sprachliche und literarische Form des Korans und behandelt seine theologischen Grundlehren sowie seine Funktion als Gesetzbuch. Schließlich widmet er sich der Frage der Übersetzbarkeit dieses nicht leicht zu erschließenden Buches – unabhängig davon, ob der Leser ein Muslim ist oder nicht.

Das neue Leben

Von Orhan Pamuk

«Eines Tages las ich ein Buch, und mein ganzes leben veränderte sich.» Osman, der Ingenieurstudent aus Istanbul, verfällt nicht nur dem rätselhaften Buch, sondern auch der wunderschönen Kommilitonin Canan. Von der ersten Seite an hat er das Gefühl, dass dieses buch seine Lebensgeschichte erzählt. Osman beschliesst, jene fremde Welt zu erkunden und schlägt alle Warnungen in den Wind. Als Canan spurlos verschwindet, macht sich Osman auf die Suche nach der Geliebten. Er beginnt ziellos mit Reisebussen die Türkei zu durchfahren. Am Ende schliesst sich der Kreis von Osmans Reise – er durchlebt einen Verkehrsunfall in einem Déjà-vu ein zweites Mal…

Vom Haben und Sein

Von Erich Fromm

“Wage zu denken, sapere aude”, schreibt Fromm, beruft sich auf Kant und ist dabei aktueller denn je. Es gelte, “den großen Schwindel” zu durchschauen, der die Reklame wichtiger macht als das Produkt. Man müsse verstehen lernen, dass sich hinter “mancher Berühmtheit ein mittelmäßiger, dafür aber narzisstischer, aggressiver, angetrunkener oder obszöner Schlagzeilenlieferant” verbirgt. Gleiches gelte für den Massenmarkt des Seelenheils, auf dem Selbsterfahrung und Selbstverwirklichung zum Discountpreis angeboten werden und das eigentliche Original kaum mehr auszumachen sei.

Ist ein Schalk, wer Arges denkt und an der Lauterkeit der Kriegspolitik der Bush-Administration zweifelt? Naiv und leicht täuschbar zu sein, “ist unverantwortlich, besonders heute, wo Lügen zu einer Katastrophe führen können, weil sie für echte Gefahren wie auch für reale Möglichkeiten blind machen”, schrieb Fromm vor mehr als 30 Jahren. Und weiter: “Häufig bieten sich jene, die den Menschen ausbeuten, als Vaterfiguren an und werden auch als solche gerne angenommen. Man zieht es vor, Menschen zu gehorchen, die es angeblich gut meinen, als sich selbst einzugestehen, dass man aus Angst und Ohnmacht gehorcht.”

“Schlechte oder triviale Gesellschaft” solle man daher meiden und sich von dem Irrtum verabschieden, es gebe ein “Leben ohne Anstrengung und Leiden” genauso wenig, wie es ein Ideal gebe, spontanen Impulsen immer und überall zu folgen und dadurch glücklich zu werden. Konzentration, wach sein, Meditation, Gewahrwerden und Psychoanalyse sind die Mittel gegen die Illusion. Und schöpferisches Maßhalten. Dinge, die kein Mittel für größere Lebendigkeit und Produktivität sind, sondern nur dem “passiv-rezeptiven” Konsum dienen, brauchten wir nicht. “Ich bin, was ich bin” oderVom Haben zum Sein: Also geht der steinige Weg tieferer Selbsterkenntnis. Auch hier gelte es, wachsam zu sein und übergroße Intellektualisierung, Narzissmus und Besitzstrukturen mit Hilfe der großen Denker der Menschheit zu überwinden. Denn, und hier zitiert Fromm Meister Eckhart: “Wie kann einer überhaupt leben, ohne in der Kunst des Lebens und Sterbens unterrichtet worden zu sein?”

“Fromm und gut oder gierig und schlecht”: Unter dieser Überschrift könnte das Buch auch stehen. Sie wäre allerdings mehr zynisch als richtig und sagte mehr aus über den in seine Zeit verstrickten und skeptischen Rezensenten als über das Buch, das für manchen modernen Leser etwas unbequem daherkommt. Statt die Freiheit klar und programmatisch geschlossen in der politischen Freiheit von etwas zu suchen, in der Freiheit von Feudalismus, Kapitalismus, Imperialismus etc., gilt bei Fromm der religiöse Satz “Der Mensch kann frei sein, selbst wenn er in Ketten liegt” in einer besonderen Art und Weise. Über das Mittel der Massensuggestion liegt der Mensch nun an den Ketten unsichtbarer Zwänge. Wie er sich aus eigener Kraft befreien kann, dazu gibt Fromm zahlreiche Empfehlungen. –Dr. Stefan Rusche

Mystische Schriften

Von Meister Eckhart

“Mystische Schriften” stellt eine Auswahl dessen dar, was von Meister Eckhart auf uns gekommen ist. Der große theologische Lehrer zeigt sich hier ebensosehr als Erkenntnistheoretiker und Kritiker wie als Mystiker. Eckhart löst die Welt und Gott in dem auf, was er manchmal Gottheit nennt, was unaussprechbar ist, was aber jenseits von Zeit, Raum und Individualisierung und etwas Seelenhaftes ist.

Der Prophet

Von Khalil Gibran

Eine Stadt im Orient: Der Prophet al-Mustafa erwartet das Schiff, das ihn in seine Heimat zurückbringen soll. Bevor er sie verlässt, bitten ihn die Einwohner von Orfalîs, ein letztes Mal zu ihnen zu sprechen: von Liebe, Schmerz, Schönheit, Freude und allem anderen, was die Menschen bewegt. Die Antworten des Propheten sind voller Lebensweisheit und mystischer Tiefe und zählen zum Faszinierendsten, was die spirituelle Literatur hervorgebracht hat.

Khalil Gibran gelang mit diesem Werk der Brückenschlag zwischen der Alten und Neuen Welt, zwischen Orient und Okzident, Islam und Christentum. 1923 erschienen, erlebte ›Der Prophet‹ einen beispiellosen Triumphzug im Westen und avancierte zu einem Kultbuch, das Generationen überdauert.

Die Kunst des Liebens

Von Erich Fromm

In seinem vielleicht wichtigsten Buch diskutiert der Psychoanalytiker Erich Fromm die Liebe in alle ihren Aspekten: nicht nur die von falschen Vorstellungen umgebene romantische Liebe, sondern auch Elternliebe, Nächstenliebe, Erotik, Eigenliebe und die Liebe zu Gott.

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