Jahresrückblick 2011: Auf der Suche nach der richtigen Balance
Gerade eben bin ich über den Blog vom Leumund auf die Blogparade bei Robert Basic aufmerksam geworden. In der Parade geht’s drum einen Jahresrückblick 2011 und Ausblick 2012 zu verfassen. Da diese Rückblicke bei mir mittlerweile ein wenig Tradition haben (2009 / 2010) und ich eigentlich schon länger bei keiner solchen Parade mehr mitgemacht habe, beschloss ich kurzerhand auch mit meinem knallig-bunten und ausgefallenen Blog mitzumachen
Wenn ich mein Blogjahr 2011 in wenigen Worten zusammenfassen sollte, dann wohl am ehesten mit «Auf der Suche nach der richtigen Balance». Eine Erkenntnis, die direkt damit im Zusammenhang steht; dass die Online-Identität plötzlich einen gewichtigen Teil der Offline-Identität ausmachen kann und dass das für Angehörige irritierend sein kann, sobald sie dies realisieren.
Dass das Bloggen süchtig machen kann, ist nicht wirklich neu. Wenn man es sich jedoch nicht hin und wieder vergegenwärtigt, vergisst man es und man findet sich plötzlich gestresst und nervös wieder, weil man doch noch einen Blogartikel verfassen wollte. Ich möchte zwar nicht sagen, dass nur dieser Blog Schuld daran war, dass meine Beziehung letzten Sommer in die Brüche ging; gleichsam trug er dazu bei.
Manche mir nahe stehende haben den Fakt, dass ich blogge, schonmal als Mitteilungs- und Geltungsdrang ausgelegt. Ich empfinde dies zwar nicht so, jedoch verstehe ich sie. Es irritiert halt einfach, dass jemand sowas tut. Und es fällt mir schwer, jemandem der nicht ein Blog betreibt, die Faszination des Bloggens in Worten zu beizubringen.
Meine Reaktion, auf die durch das Bloggen verursachten Probleme, war gewiss übertrieben; ich hörte damit auf – für einen Monat. Während dieser Pause dachte ich öfters über mein Verhältnis zu meinem Blog nach. Ohne Ergebnis, um ehrlich zu sein. Es ist mir ein wenig unangenehm, wenn mich Freunde auf meinen Blog ansprechen. Ich weiss nicht, wie ich ihnen erklären soll, weshalb ich es tue. Einer Beziehung zu Liebe mit dem Bloggen aufhören; es wäre Option. Aber wiederum wäre es auch nicht klug, einen Teil seines Ichs einfach so zu verleugnen.
Ganz abgesehen von der Frage ob bloggen oder nicht, gibt es auch noch die Frage nach der inhaltlichen Ausrichtung. Ich könnte zwar diesen Blog zu einem Sammelsurium meiner wirren Interessen verkommen lassen, jedoch möchte ich das nicht. Nein, eigentlich bin ich mir nur darin sicher, dass ich nicht mehr im Stile eines Opfers meines eigenen Schicksals über persönliche Themen bloggen möchte. Das möchte ich deshalb nicht mehr, weil ich ganz generell dabei bin, meine Lebenseinstellung zu ändern.
Ausblick 2012
Nun, das eben oben angesprochene hat für mich irgendwie Programmcharakter. Es ist ein guter Vorsatz. Wie mir in letzter Zeit bewusst geworden ist, konnte man die Losung meines bisherigen Schreibens gerne mal mit «geteiltes Leid ist halbes Leid» charakterisieren. Es ging mir in manchen Momenten tatsächlich um Mitgefühl oder Mitleid. Ich finde das zwar nicht unbedingt verwerflich, jedoch bringt es mich selbst nicht weiter. Bestenfalls bleibe ich dabei in meiner persönlichen Entwicklung einfach stehen.
Weshalb also nicht die Maxime ändern? Ich bin im realen Leben nicht der Trauerkloss, als welcher ich mich hier manchmal dargestellt habe. Als neuer Leitsatz wäre «geteilte Freude ist doppelte Freude» doch ganz toll, finde ich. Natürlich heisst dies nicht, dass ich nun meinen Blog mit Belanglosigkeiten zumüllen werde. Nein, es heisst, dass ich einfach öfters die Dinge mit euch teilen werde, die mir Freude bereiten. 2012 wird so oder so ein interessantes Jahr werden, da ich erstmal Urlaub machen werde, danach plane ich über eine längere Zeit hinweg per Interrail zu verreisen und dann letztendlich nach Lund studieren gehen werde
“Wie war Dein Blogjahr 2011? Und wie wird Dein Blogjahr 2012 ausfallen? Blieb 2011 alles wie gehabt, hast Du aufgehört, wurdest Du lauter, wurde es mehr oder hat sich beim Bloggen irgendetwas anderes für Dich geändert? Nimmst Du etwas mit? War es Dein erstes Jahr? Und, wie wars? Was aber hast Du mit Deinem Blog für 2012 vor?”
Mach jetzt auch mit bei der Blogparade von Robert Basic zum Thema Blogs 2011-2012!
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