Die einfachen Erkenntnisse sind die Schwierigsten
Ich bin zwar nicht ganz auf den Kopf gefallen und vebringe auch nicht gerade wenig Zeit damit, um über irgendwelche Dinge oder mich selbst nachzudenken. Dennoch dauert es bisweilen äusserst lange, bis ich zu äusserst simplen Erkenntnissen gelange. Besonders was zwischenmenschliche Dinge anbelangt.
Beispielsweise kapierte ich erst vor Kurzem, dass mein Denken und die Welt, die “Realität” unheimlich eng miteinander verknüpft sind. Wenn ich auf eine Person treffe und Schlechtes von ihr denke, dann beeinflusst dies mein Auftreten und meine Wirkung auf den Andern mehr, als ich jemals gedacht hätte.
Genau darin bestand nun über eine unglaublich lange Zeit hinweg mein Problem. Erst durch Selbstbeobachtung stellte ich fest, dass ich Menschen immer zu schubladisieren versuche und sie mitunter auch vorverurteile, anstatt offen auf sie zuzugehen. Rückblickend wundert es mich also kaum, dass mir die Welt so vorkam, als sei sie mir feindlich gesinnt. Denn wo man in jeden einen potentiellen Feind hineininterpretiert, “wimmelt” es auch nur so von Feinden.
Deshalb “arbeite” ich zur Zeit intensiv daran, mein Denken zu ändern. Ich versuche mit offenem Herzen auf Menschen zuzugehen und ignoriere die quängelnden Stimmen in meinem Kopf, welche andern Menschen schlechtes unterstellen wollen. Und es hilft tatsächlich! Seit ich mein Denken verändert habe, habe ich einige neue Freundschaften geschlossen und verspüre ein total neues Lebensgefühl
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