Der Grund meines Schreibens
Was Emil Cioran über den Grund seines Schreibens erzählt, könnte nicht mehr mit meiner Motivation für das Schreiben übereinstimmen:
This entry was posted in Leben and tagged Cioran, Leben, Literatur, Schreiben, Selbstreflexion. Bookmark the permalink.Nach meinem Bruch mit der Philosophie entschloss ich mich, mich auf die Suche nach mir selber zu machen. Sie werden sagen, das ist Narzissmus: nichts wäre falscher als das. Wenn man schreibt, schreibt man in Wirklichkeit über seine Miseren, sein Elend. Der Leser erkennt sich darin wieder, so dass man füglich behaupten kann, dass, was wie Egoismus erscheint, in Tat und Wahrheit eine Form der Barmherzigkeit ist, Altruismus, denn in den persönlichen Miseren erkennen sich die andern wieder. Finden sie das nicht beinahe christlich? Ich komme darauf, weil man mir häufig vorgeworfen hat, ich spräche nur von dem, was mich selber betrifft. Nun denn, gewiss: diejenigen, die von allgemeinen Problemen handeln, erscheinen mir zumeist leer…