Das simple Leben
Vor Kurzem verbrachte ich rund eine Woche in Primosten, wo auch obiges Foto entstanden ist. Einige Freunde und ich mieteten uns ein Ferienhäuschen, welches direkt am Meer lag. Es waren schöne und erholsame Ferien in deren Verlauf ich es mir zur Gewohnheit machte, im Sonnenuntergang von der einen Seite der Bucht, in der unser Häuschen lag, auf die andere Seite zu schwimmen.
Es war eine rund 800 Meter lange Strecke, auf der ich allerlei Zeit fand, um über so manches nachzudenken. Meistens dachte ich dabei an sie, oder fragte mich, was mir die Zukunft wohl so bringen mag. Häufig liess ich mich auch einfach treiben und von den Wogen auf und abschaukeln. Dabei wurde mir irgendwann klar, dass ich eigentlich ein ganz simples Leben ohne unnötigen Ballast leben will. Kein stressiges Karriereleben, keine Statussymbole und keine Frau, die mich nur aufgrund meines Statuses liebt.
Nun, diese Einsicht ist irgendwie nicht gerade revolutionär. Einerseits. Aber andererseits lasse ich mich sooft von niederen Emotionen verleiten. Irgendwie bin ich sehr anfällig auf Botschaften der Werbeindustrie und verinnere sie unbewusst. Dann meldet sich wieder der Geltungsdrang in mir und ich glaube, dass ich irgendein angesehener Mann werden müsste, um geliebt zu werden. Oder ich mache mein Selbstwertgefühl allgemein daran fest, wie gut ich bei Frauen ankomme.
In diesem Moment jedoch, als ich so im Meer dahintrieb und mich wie sonst selten eins mit der Welt fühlte, entlarvten sich all diese unterschwelligen Botschaften und Gedanken als zum Himmel stinkender Bullshit. In diesem Moment war es mir nicht bloss im Geiste klar, dass das Leben viel weniger kompliziert und an Bedingungen geknüpft ist, als man es uns täglich vormachen will. Nein, ich konnte es sogar fühlen!
Irgendwie mag ich das Meer. Immer wenn es in der Nähe ist, fühle ich mich gut. Es nimmt die Hektik und macht mir klar, wie einfach doch alles sein könnte. Das Meer ist allegorisch; es verlangt nicht. Es ist einfach da. Ohne Bedingungen.
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One Response to Das simple Leben
Ich verstehe dich und bin froh, wenn du deinen Weg findest…..du bist immer so nah dran..und plötzlich packen dich wieder diese negativen Gefühle…versuch zu vertrauen. Ich glaube, dass alles gut kommen wird. Und ich liebe das Meer auch.