Bohèmien vs. Bürger
Diese Tage komme ich nicht um die Frage herum, ob ich diesen bohèmen Lebensstil weiterpflegen soll und kann, oder ob ich mich wieder auf die Suche nach einer festen Anstellung machen soll. Nun, eigentlich stellt sich diese Frage auch nur aus Vernunftgründen. Denn für mich ist es klar, dass ich lieber weiterhin als freier Journalist mein Brot erwerben möchte, denn als Knecht in irgendeinem Unternehmen diesen zu müssen. Leider reicht das Einkommen aus dem schöngeistigen Berufe wohl kaum aus, um Wohnung, Essen und noch ein wenig Vergnüngen finanzieren zu können.
Deshalb spräche dies für eine Festanstellung. Im Grunde genommen. Nur machten mich diese Festanstellungen bis anhin noch nie wirklich glücklich. Ständig diese Geringschätzung und ständig diese repetitiven Tätigkeiten. Die Studienzeit ist in dieser Hinsicht nicht einfach. Man ist nicht mehr so jung und dumm, dass nichts Besseres als Kassier in einem Supermarkt rausspringt. Man hat wohl gar bereits eine bessere Bildung als viele Zeitgenossen. Jedoch kann man nur Teilzeit arbeiten und folglich keine Verantwortung übernehmen, woraus wiederum folgt, dass man eben nur der Student ist, den man eben geringschätzen kann.
Und so bleibe ich vorerst lieber prekär und bin mir dieses Privilegs wohl bewusst.
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2 Responses to Bohèmien vs. Bürger
womit bezahlst du denn momentan studium, wohnung, essen und solche spässe?
Die Umstände haben sich wieder etwas gebessert und ich habe Arbeit in einer kleinen und sinnvollen Stiftung gefunden. Damit (und noch etwas Taschengeld von Seiten meiner Eltern) komm’ ich zum Glück nun ganz gut über die Runden. Als ich aber diesen Post schrieb musste ich mit 600.- (die nach Abzug der Miete noch blieben) Essen, Ausgang, Kleider etc. finanzieren. War eine harte aber gute Erfahrung!