Angriff der Killer-Hornbrillen
Eine Zeit lang fand ich es ganz lustig; diese hässlichen Hornbrillen, die wir irgendwo auf den Dachböden unserer Grosseltern ausgegraben und uns für die nächstbeste Bad-Taste-Party auf die Nasen gesetzt haben. Wie sich nun aber jüngst zeigte war es keine gute Idee, dass wir diese Brillen aus ihren Dachboden-Kerkern in die Freiheit entliessen. Denn dort haben sie damit begonnen ihre wiedergewonnene Freiheit exzessiv auszukosten – sie paarten sich wie die Karnickel.
Das ganze Ausmass der Paarungsfreudigkeit der Hornbrillen wurde mir nun ersichtlich, als das neue Semester begann. Man kann getrost von einer Hornbrillen-Epidemie biblischen Ausmasses sprechen, welche da über die Uni hineingebrochen ist.
Das alles wäre aber auch gar nicht weiter schlimm, wenn diese Hornbrillen ein friedliches Dasein fristen würden. Wie es scheint hat jedoch eine Genmutation die ehemals friedliebenden Brillen in aggressive Killer-Hornbrillen verwandelt, die einen jeden angreifen, der noch nicht ein Paar dicke und fette Gläser im Gesicht trägt.
Mein Leben gleicht somit seit zwei Tagen einem Kampf ums Überleben. Gleich als ich die Uni zum ersten mal – noch völlig ahnungslos – wieder betreten wollte, rasten drei Hornbrillen im Tiefflug auf mich zu. Ein Kommilitone rettete mich allerdings, indem er sich todesmutig auf mich warf und mich zu Boden drückte. Wenig später fiel von der Empore eine Riesenhornbrille auf den Boden des Lichthofes herunter und verfehlte mich dabei nur um ein Haar. Während des Mittagessens entdeckte ich eine Hornbrille in meiner Suppe, die offenbar nur darauf wartete, mich in einem günstigen Moment der Unachtsamkeit anzuspringen. Und dann schliesslich am Abend in einem Club, streute jemand eine Hornbrille in meinen Drink, als ich durch ein Gespräch abgelenkt war. Zum Glück beobachtete der Barkeeper dieses Treiben und warnte mich…
Ja das Uni-Leben hat wieder begonnen und ich möchte von keinem Menschen mehr hören, dass wir Studenten ein einfaches Leben hätten – hier herrscht Lebensgefahr! Falls ihr nichts mehr von mir hören solltet, dann schaut unter herumliegenden Riesen-Hornbrillen nach; möglicherweise wurde ich von einer erschlagen!
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5 Responses to Angriff der Killer-Hornbrillen
Ich war gerade gestern beim Optiker und – herrje – es ist wirklich hoffnungslos! Habe dann doch etwas gefunden, das mich nicht zu sehr an Grossvaters Zeiten erinnerte.
Die Optikerin trug übrigens auch so ein Monster und nahm dieses sogar einmal kurz ab um an ihrem Monster etwas zu zeigen. Und siehe da – es kam ein ganz hübsches Gesicht hervor…
Vermutlich ist das mit den Hornbrillen wieder so ein Trend wo wir uns einige Jahre später darüber wundern werden, dass man sowas damals trug
Zum Glück ist hier von den “Killer-Hornbrillen” die Rede, sonst müsste ich mich grad ganz fest schämen …
Achja – der Herr jvr hat hier noch ganz Passendes geschrieben … http://hatdasstil.blogspot.com/2011/02/wie-rettet-man-einen-hipster.html
Haha nein nein, ich wollte keine Hornbrillenträger verunglimpfen
Ich staunte bloss ein wenig, dass doch auf einmal ziemlich viele Studis diese Riesenhornbrillen tragen, du weisst schon, diese Dinger mit den übergrossen Brillengläsern. Der Link ist übrigens toll! Kannte den Blog bisher noch nicht, kommt aber gleich in meinen Reader
das würde auch hier hin passen: http://behaltsfuerdich.wordpress.com/2010/12/16/simon-der-hipster-tod/