♫ Dwhite – Moon Walking
Ich bin soeben von einem Abendspaziergang heimgekehrt, während dem ich mir in einem 7-11 Store eine Packung Pumpernickelbrot und einen Apfel gekauft habe. Nun sitze ich da, höre Musik und denke über Alles und Nichts ein wenig nach. Schwierige Tage, das sind dann wohl Tage wie diese. Tage an denen scheinbar überall wo Türen zugehen und ich sowas wie Torschlusspanik bekomme. Die Dinge sind hier nicht wesentlich anders als zu Hause: Ich drücke mich ständig vor Herausforderungen. Ok, vielleicht nicht ständig, aber oft. Es ist ein Kampf halt.
Geduld…geduldig sein und die Nerven nicht verlieren.
Ich denke oft an sie. Schlaflose Nächte manchmal. Manches erkennt man erst rückblickend. Doch damals begriff ich nicht. Andere Dinge schienen wichtiger zu sein: Das Austauschsemester oder mit den Jungs feiern gehn. Alles Unsinn. Alles nicht so wichtig.
Warum erkennt man immer erst später, was wirklich wichtig ist? So stehen die Dinge.
Das Austauschsemester. Klar, fortzugehen war sicherlich nicht falsch. Wäre ich nicht fort, so würde ich es vermutlich später bereuen. Aber eben: Nicht so wichtig. Ich kann auf die Korridor-Partys in meinem Studentenwohnheim gut verzichten. Ich kann auch auf die durchzechten und manchmal durchtanzten Nächte gut verzichten. Alles nicht so wichtig.
Was ist wirklich wichtig? In einer Sache einen Sinn zu finden. In einem Menschen. Oder in einer Aufgabe. Auf den eigenen Beinen stehn’ wäre mal ein Anfang. Neulich begriff ich, dass ich schlechtestenfalls noch bis 30 studieren werde. In solchen Momenten denke ich mir, dass ich die ganze Übung vielleicht doch lieber abbrechen und etwas Anständiges tun sollte. Na ja, okay. Ich denke das nicht wirklich. Doch es ist trotzdem irgendwie ermüdend.
Ich fühle mich nutzlos und möchte etwas schaffen, das für irgendjemand von irgendeinem Nutzen ist. Stattdessen les’ ich Bücher über politikwissenschaftliche Theorie und erarbeite für Forschungsseminare dreissigseitige Berichte, die am Ende doch nur im Müll landen. Keine Ahnung. Einfach ‘mal Geld verdienen und funktionieren. Vielleicht auch irgendwo in der dritten Welt etwas bewegen. Verantwortung tragen.

Geht mir gleich…
Ist das vielleicht irgend so ein Ding, für das unsere Generation später bekannt sein wird? ^^